Das Friedensgebet ist eine Gemeindeaktivität, die Anfang des Jahres 2003, als sich der Beginn des Irak-Krieges bereits abzeichnete, von Pfarrerin Schultke initiiert wurde. Viele Gemeindeglieder, Menschen aus der Nachbarschaft und andere Interessierte hatten ihrem Bedürfnis Ausdruck verliehen, gemeinsam mit anderen für den Frieden zu beten.
Nachdem der Irak-Krieg offiziell für beendet erklärt wurde, äußerten viele Teilnehmer den Wunsch, sich weiterhin zum Friedensgebet zu treffen weil die intensive Beschäftigung mit Fragen der Friedenspolitik uns vor Augen geführt hatte, wie wenig friedlich diese Welt ist.

Das Friedensgebet gibt die Möglichkeit, sich aktiv mit Fragen nach dem Erhalt oder der Schaffung von Frieden auseinanderzusetzen und sie nicht allein den Politikern zu überlassen, denn Politik bedeutet ganz einfach "das, was alle angeht". Frage von Krieg oder Frieden ist eine politische Frage, die uns etwas angeht. Auch in der Kirche geht es um Dinge, die uns alle angehen. es geht um unser Verhalten anderen gegenüber, wie es Jesus in der "Goldenen Regel" (Mt. 7.12) lehrte, um das Verhalten im Kleinen wie im Großen, in alltäglichen Dingen wie auch in Fragen der Weltpolitik.

Die Teilnahme am Friedensgebet und die Gestaltung der Andachten stehen jedem Interessierten offen. Sie bestehen aus einem liturgischen Teil und aus einer Meditation oder Gedanken zu einem aktuellen Thema, der Möglichkeit zu persönlicher Äußerung der Teilnehmer gibt. - Lieder und Fürbitten, der Bitte um den Segen und dem Friedensgruß.

E. Eggers
Martina Schultke